Mein Name ist Anuschka
Ich wurde 1983 in Deutschland geboren.
Im Alter von 3 Monaten schickte man mich nach Amerika. So weit weg und ich war noch ein Baby. Man hat eine Tätowierung in mein Ohr gemacht und sagte mir, das sei zu meiner Sicherheit. Ich kann jetzt nicht mehr verloren gehen und fühlte mich gleich besser.
So verließ ich Deutschland und kam in mein neues Zuhause in Amerika. Meine Eltern hatten beeindruckende Namen und Titel, deshalb wurde ich für viel Geld verkauft.
Ich dachte, das würde mich sehr kostbar machen und ich würde ein großartiges Leben haben.
Mein neuer Eigentümer wollte aber nur, dass ich viele Babies bekomme. Ich habe ihm viele Babies gegeben, hatte aber ein Problem mit meinen Hüften. Ich glaube man nennt das "Dysplasie".
Mit wem er mich auch immer verpaarte, fast alle meine Babies hatten Hüften wie ich. Als ich 5 Jahre alt war (1988) sagte mir mein Besitzer, dass ich nicht länger in sein Zuchtprogramm passe.
Ich musste in ein neues Zuhause vermittelt werden.
Was habe ich mich angestrengt, ein gutes Mädchen zu sein (jedermann sagt, ich hätte die sanftesten Augen die man jemals gesehen hat).
Nach 2 Jahren (1990) wollten mich diese Leute auch nicht mehr und so brachten sie mich zurück zu meinem ersten Besitzer.
Er sperrte mich in einen Käfig. Daran war ich nicht gewöhnt, also bellte ich und das mochte er nicht. Ich fühlte mich nicht wohl, wusste aber, dass er mich nicht zu einem Tierarzt bringen würde. Das kostet ja Geld.
Zwei Wochen verbrachte ich bei meinem ersten Besitzer. Es ging mir immer schlechter. Er sagte, das gehe ihn nichts an. Das interessiere ihn nicht und damit könne er sich nicht befassen.
Er brachte mich zu einem Platz, den man "Human Society" (eine Art humaner Einrichtung / Sozialeinrichtung) nennt. Er erzählt, ich sei ein Streuner, den er gefunden hat.
Ich habe nicht verstanden, warum er nicht wollte, dass die Leute wissen, dass er mein Besitzer ist. Aber ich bin ein gutes Mädchen, ich habe nichts gesagt.
Als er ging nannte er den Leuten noch nicht einmal meinen Namen!
Die Menschen dort waren sehr nett. Sie wussten, ich bin krank und depressiv und sie bringen mir Hamburger und Hähnchen. Ich musste ablehnen, es schien, als hätte ich meinen Appetit verloren. Ich erfuhr viel Aufmerksamkeit und während man mich streichelte und mit mir schmuste, fanden sie meine Tätowierung.
Alle waren aufgeregt. Sie haben jemanden aus dem Bezirk angerufen; dann wurden viele Telefonate geführt und man fand heraus, wer mein Besitzer war. Aber er wollte mich nicht länger haben!
Am nächsten Tag sagte man mir, dass zwei Menschen kämen, um mich zu sehen. Nun, ich hatte die Regeln hier gelernt und wusste, wenn die mich mögen, dann kann ich mit in ein neues Zuhause. Ein schönes Leben, ich kann es mir kaum vorstellen!
Nun, die Leute kamen und ich wollte sie so sehr beeindrucken, aber ich konnte noch nicht einmal aufstehen. Sie haben mich auf sanfte Art und Weise angeschaut. Ich hob meinen Kopf, so gut ich konnte. Ich denke, sie mögen mich. Jedoch sind sie sehr traurig und können nicht aufhören zu weinen. Schließlich nickte einer von ihnen mit dem Kopf und der Mann fragte nach einer Decke.
Ich bekam eine Leine um und versuchte, mit ihnen zu gehen. Ich war zu schwach und nach wenigen Schritten bin ich immer gefallen.
Letztlich gelangten wir in den Raum, wo der Mann mit der Nadel wartet!
Die Leute durften mich nicht weiter begleiten.
Sie küssten mich zum Abschied und versicherten mir, dass ich nun an einen besseren und schöneren Ort gehen würde.
J. Beaupre
deenfrhuit

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