Fahrt im Januar 2021

5. Januar

Um 3.00 Uhr in der Früh hieß es bereits auf die Plätze fertig los zur ersten Route mit 9 Hunden.
Aufgrund eines Problems war ich erst um 6.00 Uhr am vereinbarten Ort, den ich mit Margot als Treffpunkt ausgemacht hatte.
Schnell wurden ihre Sachen verstaut und machten uns auf den Weg nach Österreich.
Bereits einige Wochen vorher war es abgesprochen worden, dass Lilli dort ihr neues Zuhause finden sollte. Doch nach einer Fahrt von über 700 km kam es ganz anders.
Es liegt mir fern, hier Probleme auszubreiten.
Fakt ist, wir nahmen Lilli wieder mit und fuhren weiter Richtung Schweizer Grenze nach Lustenau.
Das Zollamt war bereits geschlossen.
Da wir vor dem Amt am Zollhäuschen standen, wurden erst mal unsere Papiere durchleuchtet und kopiert.
Letztendlich kam ein Beamter und sagte, dass wir heute nicht mehr weiterfahren dürfen.
Erst wenn das Zollamt wieder aufmacht.
Da wir uns vor der Grenze aufhielten und freiwillig unsere ganzen Unterlagen vorlegten gab es keine Strafe. Wir erklärten dem Beamten, dass wir erst mal Richtung Deutschland fahren um die anderen Hunde abzuliefern.
Vor der Weiterfahrt telefonierte ich noch mit der Adoptantin von Amigo. Sie kam sofort zu uns nach Österreich an die Grenze und nahm dort Amigo in Empfang. Das war möglich, weil sie Amigo gleich am nächsten Tag beim Zollamt anmelden würde.
Für Amigo ein Glücksfall. Er musste nicht die weite Reise durch Deutschland mitmachen. Amigo hat sein schönes Zuhause bereits voll in Beschlag genommen. Er wird geliebt, sicher auch etwas verhätschelt und verwöhnt.
Nächste Station war Rottenburg.
Hier standen wir vor der genannten Hausnummer, doch in dem Haus regte sich nichts.
Oh Gott, hat uns jemand auf den Arm genommen?
Ich wollte das aber nicht so recht glauben und klapperte die Nachbarn ab.
Plötzlich rief jemand meinen Namen. Es war die selbe Hausnummer, nur um eine Ecke weiter.
Dort wurden wir sehnlichst von 6 Kinderaugen erwartet.
Zwei Welpen haben dort ein glückliches Zuhause gefunden.
Unsere Fahrt ging weiter zu einem Spender, bei dem wir viele Dinge einladen konnten.
Den edlen Spendern an dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank.
Wir sehen uns wieder, sobald die Corona-Pandemie vorbei ist.
Weiter ging es nach Landau.
Wir kamen zu einem imposanten Mehrgenerationenhaus im Fachwerkstil.
Bob fand hier sein neues Zuhause und zeigte sich gleich von seiner besten Seite.
Nun fuhren wir nach Bergneustadt.
Durch die Umstellung unserer Fahrt waren wir dort viel zu früh angekommen.
Teddy stellte erst einmal die schöne Wohnung auf den Kopf und untersuchte jeden Winkel.
Er wird hier ein glückliches Hundeleben haben.
Sicherlich erfahren wir demnächst noch so einige Dinge, die er auf den Kopf gestellt hat.
Von hier ging es weiter bis hinter Leipzig in Elli´s neue Heimat.
Ein junges Mädchen erwartete bereits sehnsüchtig die kleine Maus und es herrschte große Freude. Später wollte Elli den Garten erkunden, woran sie allerdings eine Glastür hinderte.
Auch hier wurden uns einige Spenden mitgegeben.
Nun hieß es wieder ab in Richtung Schweiz.
Zita, Lucky und die Rückkehrerin Lilli saßen geduldig im Auto.
Angeblich sollte das Zollamt bei unserer Ankunft bereits geschlossen sein.
Deshalb gingen wir mit den drei Übriggebliebenen spazieren und übernachteten vor der Grenze.
Am nächsten Tag erklärte uns ein recht unfreundlicher Beamte, man habe 24 Stunden geöffnet. Außerdem verstand er nicht, warum wir statt zwei Hunden drei im Auto haben.
Auch verlangte er für Lilli die MWSt. Schließlich würde sie durch die Schweiz transportiert.
Halt die Klappe, dachte ich mir. Der ist mit dem falschen Fuß aufgestanden oder hat Ärger mit seiner Frau. Hauptsache es geht weiter.
Wie immer waren alle Papiere in Ordnung und wir fuhren nun in Richtung Basel.
Mein Handy funktionierte schon eine Weile nicht richtig. Jetzt streikte es komplett. Weder Telefon noch Internet.
Nur über Umwegen erreichten wir Zita´s neues Frauchen. Leider hat sie noch bis 12 Uhr einen Termin.
Wir entschlossen uns daher erneut einen Umweg von etlichen Kilometern zu machen.
Zita zeigte sich aber weiterhin geduldig. Margit wurde für sie zur Gassigeherin und war ihr ruhender Pol.
Also zuerst nach Greifensee, um unseren geduldigen Lucky in sein neues Zuhause zu bringen.
Frauchen und Herrchen mussten schließlich einige weitere Tage auf ihren neuen Liebling warten.
Lucky bekam sofort gezeigt wie man Lift fährt und sich in der Wohnung leise verhält.
Nicht einen Ton gab er von sich sondern inspizierte gleich die ganze Wohnung.
Dies war unsere vorerst letzte Station, also konnten wir dort in Ruhe Kaffee trinken bevor es auf die Rückfahrt nach Basel ging.
Dort angekommen blieb immer noch Zeit um auf Zita´s neues Frauchen zu treffen.
Nach geraumer Zeit wunderten wir uns aber doch, dass Zita´s Frauchen immer noch nicht eingetroffen war.
Da mein Handy streikte, konnten wir nur Kontakt über Margit´s Handy aufnehmen.
Also hieß es erneut, wie können wir Verbindung mit ihr aufnehmen.
Nochmals wurde Margit´s Mann ins Boot geholt. Zita´s neues Frauchen meldete sich nach einigem hin und her auf Margit´s Telefon.
Plötzlich sprang Zita aus dem Auto. Sie sah eine blonde Frau auf sich zukommen und schwänzelte ihr entgegen. Wir erkannten sie nicht, aber es könnte das neue Frauchen sein. Zita lief auf sie zu und begrüßte sie freundlich.
Dann sprang sie in den Kofferraum ihres neuen Frauchens, als wollte sie zeigen: ´Schau her, jetzt hast du mich bei dir und wirst mich nie mehr los.
Zita, die ihre Familie durch einen Todesfall verloren hat, ist nun erneut in einem liebevollen Zuhause angekommen. Sie darf ihr neues Hundeleben mit zwei weiteren Rüden teilen.
Nun ging es mit unserer süßen kleinen Lilli weiter in Richtung Ungarn.
Während der ganzen Fahrt verhielt sie sich ruhig, war sehr geduldig und zeigte ihr liebes Wesen.
Gleich nach der Ankunft in Pusztaederics meldete sich ein neues Adoptantenherz. Er möchte Lilli ein liebevolles Zuhause bieten.
Zum Schluss noch eine allgemeine Info.
Es gab keinerlei Probleme am Zoll, in keinem Land. Bis auf den Schweizer Beamten wurden wir überall freundlich begrüßt und wieder auf Tour geschickt.
Nun harren wir der Dinge, die uns mit den anderen Welpen im Februar erwarten. So wie es zur Zeit aussieht, haben wir mit Cheries Welpen einen bunten Haufen zu uns ins Haus geholt. Es bereitet uns einerseits viel Freud, ist aber auch von einigen Tränen besiegelt.
Seid gespannt.
Es hat Spaß gemacht, diesmal mit Margit unterwegs gewesen zu sein. So konnten wir Freud und Leid teilen.
Eure Brigitte
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Wir suchen ein Zuhause

Ein Hund ist ein Kind,
das niemals von zu Hause wegziehen wird.

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