Mary, der Killerhund
Geboren am 27. Juli 2018
Update: 14. März 2020
Immer wieder fragt man uns nach Mary.
Was ist los mit ihr?
Ja, Mary verabschiedet sich langsam von Furcht und Angst.
Mittlerweile ist sie sehr anhänglich geworden und nimmt sogar in der Nacht die Besucherritze des Bettes in Anspruch.
Wir hoffen noch auf viele Besucher, damit sie auch die Angst vor fremden Menschen sicher und langsam verliert.
Zwischenzeitlich hat sich Mary hier Pusztaederics in zwei Rüden verliebt. In ihren Bruder Gonzo und in Balti (er zeigt, wo es langgeht.
Schon bald wird mich Mary zum Grundtraining begleiten, wo sie den letzten Schliff erhält.
Genau wie Mailo, der ebenfalls zurückgegeben wurde, wird Mary ihr weiteres Leben in unserem Rudel verbringen.
Inzwischen haben wir Mary sterilisieren lassen.
Leider hat man uns immer noch nicht den notwendigen EU-Pass ausgehändigt.
Unser Tierarzt hat alles dokumentiert. Trotzdem hoffen wir, irgendwann das dringend benötigte Dokument zu erhalten.
Alles was man diesem Hund nachsagte, ist in keinster Weise erkennbar. Woran mag das wohl liegen?
     
     
     
Update: 3. März 2020
Heute wurde der süßen, äußerst liebenswerten Mary die Möglichkeit genommen, irgendwann Mutter zu werden.
Leider haben wir vom bisherigen Besitzer immer noch nicht den benötigten Impfpass erhalten.
Die Angaben, wo wir den Pass eventuell bekommen könnten, entsprachen nicht der Wahrheit.
Der Besitzer von Mary war dort nicht anzutreffen.
Alles was man bisher dieser zu bemitleidenden Hündin andichtete war eine Lüge.
Sie geht weder über Zäune, noch killt sie Katzen.
Das sie Kinder angefallen haben soll ist undenkbar.
Sie hat vor anderen Menschen panische Angst und ergreift sofort die Flucht.
Mary muss sehr schlechte Erfahrungen in ihrem bisherigen Umfeld gemacht haben.
Mit Liebe und Geduld versuchen wir gemeinsam einen Weg zu finden, der ihr hilft, Menschen vertrauen zu schenken.
Mary wird ihre Zukunft hier in Pusztaederics verbringen.
Sie soll alles vergessen, was man ihr angetan hat.
     
     
Update: Februar 2020
Viele von Euch erinnern sich. Mary wurde mir in einer Nacht und Nebelaktion einfach an den Zaun gebunden.
Als absoluter Angsthase muss sie jetzt natürlich erst vieles an Ängsten verlieren.
Wir haben sehr schnell ihr Vertrauen gewinnen können.
Mittlerweile läuft sie auch mit einigen aus dem Rudel mit.
Ausgerechnet jetzt wird sie läufig, wo bereits ein Termin für die Sterilisation vereinbart war.
Die Rüden hier sind natürlich alle kastriert und es kann nichts passieren.
Trotzdem müssen wir aufpassen.
Angeblich soll Mary problemlos aus dem Stand über 180 cm springen können.
Bisher ist sie nicht mal über den 90 cm Zaun im Vorgarten gesprungen.
Mary hat uns bereits in ein Restaurant begleitet und zeigte sich vollkommen problemlos, auch den anderen Gästen gegenüber.
Hühnern und Katzen auf dem Nachbargrundstück erweist sie nicht mehr Aufmerksamkeit als alle anderen Hunde hier es auch tun.
Fast jeder Hund besitzt einen Jagdtrieb, aber wir achten darauf, dass man andere Tieren in Ruhe lässt.
Wir hoffen noch immer, endlich den EU-Pass zu bekommen.
Nur dann können wir ihn umzuschreiben lassen, denn der Termin zur Sterilisation steht bereits fest.
Karin N., ein Mitglied unserer FB-Gruppe, schrieb uns dazu folgendes:
"Ich finde es traurig, dass es immer wieder Leute gibt, die Ihre Energie darauf verschwenden, die Tierschutzarbeit anderer zu verunglimpfen und in ein schlechtes Licht zu rücken.
Wenn man dann schaut, sind die meisten nur Facebook Tierschützer, deren ganzer Einsatz darin besteht, Hunde zu teilen, zu liken und schlaue Kommentare abzugeben.
Die aber noch nie aktiv irgendwo geholfen und selbst was auf den Weg gebracht haben.
Ich kenne so viele Leute, die auf diese Art und Weise so die Nase voll hatten, dass sie nicht mehr auf Facebook sind.
Wenn Euch eine Organisation nicht gefällt und Ihr hinter allem schlechte Absichten seht, warum tretet ihr nicht einfach aus der Gruppe aus und vergnügt Euch wo anders??
Macht doch mal "Urlaub" im Casa Cainelui in Temeswar (Rumänien), dort könnt ihr jederzeit an der Front mithelfen. Vielleicht bringt Euch das auf den Boden der Tatsachen zurück.
Ich persönlich ziehe den Hut vor Brigitte Seidel und Ihrer Arbeit, auch wenn ich sie (noch) nicht persönlich kenne.
Ich denke aber trotzdem, dass ihr das Wohl der Tiere sehr am Herzen liegt und sie das ganze nicht macht, um sich persönlich zu bereichern."

Die tragische Geschichte von Mary

Es hatte alles so schön begonnen...
Am 2. April 2019 brachte Brigitte Seidel persönlich die verschmuste Mary zu ihrer neuen Familie nach Kamen.
Schließlich wollte sie sich persönlich von dem zukünftigen Zuhause überzeugen.
Der Familie gelang dies auch, in dem sie mit großer Hundeerfahrung prahlten.
Brigitte war glücklich, dass Mary nun eine schöne Zukunft bevorstehen würde.
Zwar wehmütig aber doch beruhigt fuhr sie zurück nach Ungarn.
Kaum angekommen, erhielt sie schon erste Fotos. Brigitte und auch der Verein waren glücklich, dass es Mary so gut getroffen hatten.
Dann der große Schock am Freitagnachmittag, 5. April 2019.
Nach gerade mal einer Woche meldete sich die Familie in Kamen. Man wolle den Hund nicht mehr und er müsse sofort abgeholt werden.
Angeblich habe die kleine Mary das Kind der Familie gebissen.
Ausgerechnet Mary, die in keiner Weise Aggressionspotential aufweist. Die Kinder hier in Pusztaederics liebten Mary und spielten immer mit ihr.
Auch kam sie mit allen anderen Hunden, Katzen etc. zurecht.
Wir kannten Mary nur als unterwürfig und als Kuschelmaus.
Trotzdem, jetzt war Holland in Not.
Die Entfernung von Pusztaederics nach Kamen beträgt mehr als 1.100 km. Da kann man nicht einfach mal schnell hin fahren.
Eins stand aber fest: Mary muss möglichst schnell von dort weg.
Viele Vereinsmitglieder waren in heller Aufregung und suchten nach einem raschen Ausweg.
Es wurden Emails geschrieben, Telefonate nach Deutschland geführt, Facebook-Aufrufe gestartet, Kontakte zu Tierheimen aufgenommen.
Brigitte zog sogar eine Rückführung per Flugzeug nach Budapest in Betracht.
Sie wollte unbedingt vermeiden, dass Mary traumatisiert wird.
Um 20.30 Uhr endlich die erlösende Nachricht.
Mary wird von einer Frau, die ebenfalls in Kamen wohnt, am Samstag abgeholt. Anschließend wird sie per Auto nach Hamburg zu einer Pflegestelle gebracht.
Dort soll Mary erst einmal zu Ruhe kommen.
Alle Beteiligten hatten nur einen Wunsch:
Endlich ein richtiges Zuhause für Mary. Möglichst bei einer liebevollen Familie im Großraum Hamburg.
Mary  

Das erste Foto von Mary erhielten wir am Sonntag, 7. April 2019


Wir waren glücklich.
Mary hatte das ganze Prozedere gut überstanden.
Wir wussten die Hilfe der Pflegestelle zu schätzen.

Hier weitere Fotos von der Pflegestelle

Mary   Mary   Mary   Mary

Die folgenden Fotos wurden im Februar 2019 in Pusztaederics aufgenommen

Mary   Mary   Mary   Mary

Hier seht Ihr Fotos, aufgenommen im Januar 2019

Mary   Mary   Mary   Mary
de en fr hu it 
Webradio Balaton
Jeden Freitag, Samstag
und Sonntag ab 13 Uhr:
Brigitte Seidel mit Themen zur Arbeit im Tierschutz.
Wiederholung am jeweiligen Tag um 21 Uhr.

Wir suchen ein Zuhause

Aktuell sind 187 Besucher online